Wie ein CDN funktioniert
Ein CDN besteht aus verteilten Caching-Servern ("Edge-Nodes") an Internet-Austauschpunkten weltweit. Wenn ein Nutzer eine Seite anfordert, wird er per Anycast-IP zum nächstgelegenen Edge geleitet. Findet der Edge eine gecachte Kopie, wird sie sofort ausgeliefert (Cache-Hit). Andernfalls holt der Edge sie vom Origin, cached sie und liefert aus (Cache-Miss).
Was ein CDN cached (und was nicht)
- Cached: Bilder, CSS, JS, Fonts, Videos (TTL 1 Stunde bis 1 Jahr); zunehmend auch statische HTML-Seiten
- Nicht cached: eingeloggte Dashboards (session-spezifisch), POST-Requests, Echtzeitdaten (Aktienkurse, Live-Scores)
Wann du ein CDN brauchst
- Nutzer geografisch verteilt (mehrere Länder oder Kontinente)
- Nennenswerte Menge an Bildern, Videos oder Downloads
- DDoS-Schutz gewünscht (die meisten CDNs bieten Basisabwehr)
- Origin regelmäßig durch Traffic-Spitzen belastet
- HTTPS/SSL soll automatisch verwaltet werden
Beliebte CDN-Anbieter
- Cloudflare — general-purpose + DDoS + WAF + Workers, großzügiger Free-Tier
- Fastly — komplexe Edge-Logik (VCL), Newsseiten
- AWS CloudFront — AWS-integrierte Stacks, S3-Origin
- Bunny.net — günstiges Egress, Video-Streaming
Jeder Hostiger-VPS läuft sauber hinter Cloudflare. LiteSpeed-basiertes Hostiger Web-Hosting enthält integrierte QUIC.cloud CDN-Integration für WordPress-Sites.