Wenn du 2026 ein VPN einrichtest, kommt die Wahl auf WireGuard vs OpenVPN heraus. Hier ist der ehrliche Vergleich.
30-Sekunden-Version
WireGuard nutzen: Geschwindigkeit, geringe Batterienutzung, Kernel-Integration, Mesh-VPN. Standard für 90 % der Fälle in 2026.
OpenVPN nutzen: DPI-Umgehung (China, Iran) oder Support für sehr alte Clients.
Geschwindigkeit
WireGuard läuft im Kernel-Space mit ChaCha20. OpenVPN im User-Space mit OpenSSL/AES.
- WireGuard: 800-950 Mbps auf 1 Gbps, 60-70 % der Rate auf Mobil
- OpenVPN (UDP): 200-380 Mbps, 20-30 % auf Mobil
- OpenVPN (TCP): Noch langsamer — TCP-in-TCP verursacht Head-of-Line-Blocking
Batterie + Latenz auf Mobil
WireGuard hält Zustand mit ~30-Byte Keepalives. OpenVPN sendet schwerere Keepalives alle 10 Sekunden. Auf iOS/Android verbraucht WireGuard 40-60 % weniger Batterie.
Code-Fläche
WireGuard: ~4.000 Zeilen. OpenVPN + OpenSSL: ~600.000 Zeilen. Weniger Code = kleinere Angriffsfläche = leichter zu auditieren. Deshalb empfehlen Sicherheitsforscher universell WireGuard für Neuinstallationen.
Obfuskation — wo OpenVPN gewinnt
WireGuard nutzt UDP mit erkennbaren Handshake-Mustern. Ausgeklügeltes DPI (China, Iran, manche Firmennetze) kann WireGuard-Traffic identifizieren und blockieren. OpenVPN kann in obfsproxy/shadowsocks gewickelt oder über TCP-443 als HTTPS getarnt werden.
Setup-Komplexität
WireGuard: 15-Zeilen-Config pro Peer. Statische IPs und Keys. Extrem einfach.
OpenVPN: PKI mit CA, Server- und Client-Zertifikaten. Configs ~50-100 Zeilen.
WireGuard auf einem Hostiger-VPS
Schnellster Weg: bestell einen Hostiger WireGuard-VPS ab $15/Monat. WireGuard ist vorkonfiguriert, IP-Forwarding aktiv.
Manuelles Setup auf beliebigem Ubuntu-VPS: siehe WireGuard-Anleitung.
Fazit
WireGuard ist der Standard 2026. OpenVPN nur bei DPI-Umgehung oder Legacy-Clients.